Binnenflüchtlinge in der Ukraine

In der Ukraine nimmt die Zahl der Binnenflüchtlinge nicht ab. Heim können sie nicht mehr oder, so hoffen viele, noch nicht. Nur nicht zu weit weggehen, in der Nähe bleiben, in der Heimat.

Jede verfügbare Unterkunft ist voll, auch zahlreiche Klöster und Seminare sind belegt. Auch die Klöster der «Sisters of the Holy Family» sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs im letzten Frühling das vorübergehende Zuhause für viele Menschen geworden. Es sind hauptsächlich Frauen. Kinder und Jugendliche.

Während der Coronapandemie haben die Schwestern Lebensmittelkörbe in den umliegenden Dörfern verteilt. Die Dorfbewohnerinnen und die Schwestern kennen sich, man lebt miteinander und schaut zu den Nachbarn, zu den Nächsten. Seit letztem Frühling schauen sie auch zu den Menschen, die ihr Zuhause in den umkämpften oder besetzten Regionen Richtung Westukraine verlassen mussten.

Im Kloster in Bibrka haben 45 Personen ein neues Daheim gefunden. Die Kinder spielen an langen Tischen, malen, lesen oder schreiben konzentriert. Für die Schwestern sind das vertraute Situationen, da sie auch in friedlichen Zeiten mit Kindern arbeiten.

Langweilig wird es den wenigsten neuen Bewohnerinnen und Bewohnern, es gibt wie in jedem Daheim immer etwas zu tun. In der Grossküche wird gerührt, geknetet und ausgewallt, gebacken und gekocht. Gegessen wird gemeinsam im Esssaal, der jetzt auch Aufenthaltsraum ist.

Für Gas, Strom, Nahrungsmittel, Wasch-, Putz- und Hygieneartikel brauchen die Schwestern jeden Monat mehr als 10‘000 Franken. Das können sie aber unmöglich alleine stemmen, sie sind auf Unterstützung von ausserhalb angewiesen. Wir möchten Sie, liebe Gönnerinnern und Gönner, einladen, den Schwestern in dieser schwierigen Zeit mit einer Gabe und Ihrem Gebet beizustehen. Herzlichen Dank.

Spendenvermerk: Binnenflüchtlinge