Das Kreuz in der russisch-orthodoxen Tradition

01.05.2025 – Rundbrief 2025-3. Je näher wir auf Ostern zugehen, umso bedeutungsvoller wird das Kreuz. Es gibt keinen Ostermorgen ohne Karfreitag, keine Auferstehung Christi ohne den Tod Jesu am Kreuz. Das Kreuz kann als profanes Zeichen betrachtet werden, welches mit den beiden Achsen, die sich in einem Punkt treffen, für die «vier Winde», d.h. die Himmelsrichtungen stehen, für die vier Jahreszeiten, die vier Elemente, sogar für die vier Charaktertypen.

2025: 1700 Jahre Konzil von Nizäa (Nikaia)

01.03.2025 – Rundbrief 2025-2. Die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hat sich dieses Ereignis vom 18. – 25. Januar 2025 zum Thema gemacht. Die Gemeinschaft von Bose, einem ökumenischen Kloster von Brüdern und Schwestern in Norditalien hat die Texte thematisch vorbereitet. Da wir 2025 1700 Jahre Konzil von Nizäa feiern, stand in diesem Gottesdienst das Glaubensbekenntnis im Mittelpunkt. «Vor 1700 Jahren rangen die Christen mit Fragen des Glaubens. Die Auseinandersetzungen versetzten sie schliesslich in die Lage, ihren Glauben mit den Worten des Glaubensbekenntnisses von Nizäa gemeinsam zu verkünden.

Vereint in ein und derselben Sorge

01.01.2025 – Rundbrief 2025-1. Es ist die Sorge um die Schöpfung, die Menschen aller Kontinente, Kulturen, Religionen und Weltanschauungen vereint. Papst Franziskus hat sich dieser Sorge in seiner Enzyklika „Laudato si“ von 2015 eingehend gewidmet. Darin ruft er die Christen auf, sich über alle konfessionellen Grenzen hinweg für den Schutz der Schöpfung einzusetzen. Papst Franziskus beruft sich diesbezüglich auf seine Vorgänger Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI., die sich immer wieder zu Themen der Schöpfung geäussert hatten; zudem zitiert er mehrmals den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios von Konstantinopel,.

Marienverehrung in Ost und West im Monat Oktober (Marienmonat)

01.11.2024 – Rundbrief 2024-6. Marienfeste sind Ausdruck einer Frömmigkeit, die bis in die Frühzeit der Kirche zurückgeht. In Ost und West haben sich dabei vielfältige Entwicklungen und Formen herausgebildet. Maria wird durch Lieder und Hymnen am längsten in der Ostkirche verehrt. Sie wird gepriesen als der Mensch, der für Gott ganz offen, der vollkommen ist und die Fülle des «Christlichen» in sich vereinigt. Die Ansätze der Marienverehrung reichen bis ins neue Testament zurück und haben somit biblische Wurzeln.

Das Leben – eine Theaterbühne?

01.09.2024 – Rundbrief 2024-5. Zur Zeit wird in Einsiedeln das «Welttheater» aufgeführt; 2024 eine hundertjährige Tradition gefeiert. Das akustisch hervorragende Szenario mit der Klosterfassade als einmaliger Kulisse eignet sich bestens dafür. Zur Interpretation kam «Das grosse Welttheater» des Spaniers Pedro Calderon de la Barca. 1924 hatte dieses Barocktheater Première. Die folgenden Inszenierungen setzten jeweils dosierte Akzente innerhalb des vorgegebenen Rahmens.

Frauendiakonat – ja oder nein?

01.07.2024 – Rundbrief 2024-4. „Im afrikanischen Zimbabwe wurde am 2. Mai 2024 (orthodoxer Gründonnerstag) Angelic Molen zur Diakonin geweiht. Die Weihe in der orthodoxen Kathedrale der Hauptstadt Harare nahm der orthodoxe Bischof von Zimbabwe, Metropolitan Serafim (Kykotis), vor. Metropolit Serafim sagte, die neue Diakonin werde sowohl liturgische als auch pastorale Aufgaben übernehmen; je nach den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Pfarrgemeinden. - Die Weihe sorgte international in der orthodoxen Kirche und darüber hinaus für Aufsehen.“

Ist Frieden eine Utopie? Ein Plädoyer für das Gebet des Friedens

01.05.2024 – Rundbrief 2024-3. Weltweit haben Konflikte und Auseinandersetzungen zugenommen. Meistens geht es um Einfluss der jeweiligen Weltanschauung, um wirtschaftliche Faktoren und deren Ausbau, deren Ziel die Weltherrschaft ist. Das nennen wir Geopolitik. Über Krieg und Frieden entscheiden oft wenige. Hilflos und gelähmt müssen wir zusehen, wie die Mächtigen und Einflussreichen die Welt in Brand halten. Jemand hat geschrieben: «Wir können das doch nicht geschehen lassen. Wir müssen doch aufschreien. Die Zündschnüre sollten heruntergerissen, die Streichhölzer versteckt und die Brandstifter verjagt werden. Aber wie?»