Erntedank, eine Konkretisierung des Schöpfungsglaubens 01.11.2023 – Rundbrief 2023-6. In vielen Gemeinden wird meist im Oktober Erntedankfest gefeiert. Schon in den vorchristlichen Religionen, bei den Römern sowie im Judentum hatte diese Idee ihren Platz. Die Ernte wird als Geschenk erfahren, das nicht selbstverständlich ist und für das man Dank abstatten soll. Juden und Christen sehen Gott nicht nur als den Schöpfer der Welt, sondern auch als den, der diese Welt erhält, aus dessen Hand der Mensch seine Nahrung erhält.
Krönung Charles III. – Ökumene im grossen Stil 01.09.2023 – Rundbrief 2023-5. Am 6. Mai fand die Krönung von König Charles III. in England statt. Die halbe Welt fieberte darauf hin, war es doch für die meisten Menschen ein erstmaliges Ereignis. Viele Medien vertraten die Ansicht «unzeitgemässer Prunk und Pomp». Es gab TV-Kanäle, die in stumpfsinnigen Sketches schwelgten. Dass es aktuell selbsterkorene Alleinherrscher gibt, die sich ein modernes Feudalsystem aufgebaut haben, und deren Prunkbauten sich zum Teil im Versteckten unter der Erde befinden, wurde nirgends erwähnt.
Hochfest des Hl. Petrus und des Hl. Paulus 01.07.2023 – Rundbrief 2023-4. Jeweils am 29. Juni feiern die Kirchen des Ostens und des Westens das Fest der beiden Säulen des frühen Christentums – des Apostels Petrus und des Völkerapostels Paulus. Die byzantinischen Kirchen nennen diesen Tag «Hochfest (oder Gedenktag) der ruhmreichen Apostelkoryphäen Petrus und Paulus».
Pascha – Ostern 21.05.2023 – Rundbrief 2023-3. Für die Juden ist Pascha, für die Christen Ostern das wichtigste Fest im religiösen Jahreskalender. Folgend ein Vergleich.
Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) oder Hypapante (Begegnung) 2. Februar 01.03.2023 – Rundbrief 2023-2. Begegnungen sind wichtig in unserem Leben und erfüllen es mit Sinn. Eine Begegnung der besonderen Art erleben zwei Menschen im Evangelium an diesem Fest, der greise Simeon und die Prophetin Hanna. Ihr Leben lang warteten sie auf die Erfüllung der Verheissung Gottes.
„Und das Licht leuchtet in der Finsternis…“ (Joh 1,5) 01.01.2023 – Rundbrief 2023-1. Licht und Finsternis, diese zwei Gegenpole durchziehen die ganze Bibel – und unser tägliches Leben. Sie stehen für so viele Erfahrungen, für Empfindungen und Erlebnisse, die unser alltägliches Leben prägen, nicht nur in der Advents- und Weihnachtszeit, sondern immer und überall.
Herbstzeit – Engelszeit! 01.11.2022 – Rundbrief 2022-6. Während in der Welt von Esoterik der Glaube an die Engel boomt, tun sich viele westliche Theologen schwer damit. Wer noch an die Engel glaubt und in der christlichen Verkündigung über sie spricht, gilt in manchen Kreisen als unwissenschaftlich und unseriös; so die Aussage eines engagierten Zeitgenossen. Die Lehre über die Engel ist aber tief in der Bibel verwurzelt. In der Westkirche wird der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael am 29. September gedacht. In der Ostkirche (byzant.) ist es der 8. November.
«Es genügt, dass du mich anschaust…» 01.09.2022 – Rundbrief 2022-5. Vom 20. bis 23. Juni 2022 hat in Rom die ROACO (Riunione delle Opere di Aiuto alle Chiese Orientali) getagt. Catholica Unio ist Mitglied dieses Zusammenschlusses von Hilfswerken, die die Christen im Osten unterstützen. Schwerpunkte dieser Tagung waren die aktuellen Situationen in Äthiopien, Syrien und der Ukraine. Die vielfältigen Zeugnisse wurden durch Gebete aus den verschiedenen christlichen Traditionen begleitet, die der Tagung eine beeindruckend friedliche Atmosphäre verliehen.
In Frieden lasst uns beten zum Herrn… 01.07.2022 – Rundbrief 2022-4. Frieden – nichts wünschen wir uns mehr, als dass endlich Friede sei. In diesen Wochen und Monaten beten Millionen von Menschen um den Frieden in der Ukraine, um ein Ende des Krieges, ein Ende all des Leidens und Sterbens, ein Ende der Gewalt und des Schreckens. – Der Friede - so sehr herbeigesehnt und doch so zerbrechlich - ist das grosse Thema in der Heiligen Schrift wie auch in der Liturgie.
Sein als Mitsein – Ein Aspekt orthodoxer Spiritualität 01.05.2022 – Rundbrief 2022-3. Die orthodoxe Spiritualität ist ein weiter Bereich. Im Hinblick auf die aktuelle Weltlage und in der Gewissheit, dass wir auf Ostern zugehen, habe ich das Thema «Sein als Mitsein» gewählt. Wir stehen in der Fastenzeit, wissen jedoch, dass die Karwoche noch vor uns steht und Auferstehung nur stattfinden kann, wenn wir das Kreuz annehmen. Die Idealvorstellung ist, dass – wenn unser eigener Kreuzweg bevorsteht – wir nicht alleine sind, sondern von einer nahestehenden Person begleitet werden und uns von Gott getragen fühlen.