Hilfe für Libanon

Seit Monaten wiederholt sich das Szenario: Unzählige Menschen warten in einem Innenhof auf ein warmes Essen zum Mitnehmen, mit Brot, einer Flasche Wasser und manchmal etwas Süssem. Denn Freiwillige kochen ein Mittagessen, das in Alubehältern noch warm verteilt wird. Viele ältere Frauen und Männer kommen mehr oder weniger regelmässig hierher. Ihre Gesichter sind gezeichnet, sie sind müde, viele sind krank. Einige tragen Pantoffeln oder Plastikschuhe, ihre Kleider sind abgetragen, in Schichten geben sie noch warm. Andere kommen in ihren Sonntagskleidern. Alle sind arm. Arm in einem Meer von Armen. Das ist die heutige Lebenssituation der im Libanon lebenden Menschen.

Die Mitarbeitenden und freiwilligen Helferinnen und Helfer der kirchlichen Sozialabteilungen sind ständig unterwegs in ihren Quartieren. Bei zahlreichen Läden sind die Rollläden unten. Sie sehen viel und haben das Gefühl, viel zu wenig tun zu können. Sie hören zu, trösten, organisieren, geben ein paar Geldscheine für Strom, Gas oder die Apotheke. Sie verteilen Hygieneartikel und Lebensmittelpakete mit Teigwaren, Bulgur, Thon, Mehl, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Zitronen und etwas Gemüse. Das brauchen inzwischen auch Familien, die vor dieser Krise noch zum Mittelstand gehörten.

Der Libanon steckt nicht nur in einer politischen Krise, sondern auch in einer Wirtschaftskrise, laut Weltbank «eine der weltweit schlimmsten seit Mitte des 19. Jahrhunderts». Das libanesische Pfund befindet sich im freien Fall und hat seit Ende 2019 rund 95 Prozent seines Werts verloren. Die Inflation liegt aktuell bei rund 190 Prozent.

All diese Unterstützung können die Sozialdienste nur leisten, wenn sie Geld erhalten, von Gönnerinnern und Gönnern, von Organisationen, aus dem Ausland. Vielleicht auch von Ihnen? Herzlichen Dank.

Spendenvermerk: Hilfe für Libanon