Vor rund einem Jahr sagte Nuntius Mario Zenrari über die Lebenssituation der Menschen in Syrien, dass die Lage trostlos und perspektivlos sei. Vorwiegend junge Menschen, vor allem die besser Ausgebildeten, suchten nach Möglichkeiten, ihre Heimat zu verlassen, was das Land weiter schwächen werde. Auch die christlichen Gemeinden seien davon massiv betroffen. «Bis heute ist mehr als die Hälfte der christlichen Gemeinschaft ausgewandert.»
Grosse Sorgen haben auch die Verantwortlichen des melkitischen Patriarchats in Damaskus. Im weitläufigen Gebäude arbeiten total 40 Frauen und Männer in verschiedenen Bereichen wie Sekretariat, Buchhaltung, Küche, Wäscherei und Hausdienst, als Chauffeure, Portiers, Nachwächter oder Sakristane. 27 der Angestellten haben Familie, die andern unterstützen mit ihrem Einkommen ihre Angehörigen.
Die Angestellten werden monatlich mit einem Betrag zwischen 100’000 und 300’000 SYP entlöhnt – vor dem Krieg gab es für einen Dollar 3’000 SYP. Alle arbeiten an 6 Tagen die Woche, von 8 bis 14 Uhr. Die Wachen haben zwei Schichten. Zu den grossen Feiertagen erhalten sie einen Bonus von 200’000 SYP. Dazu übernimmt die Arbeitgeberin die Kosten für die Kranken- und die Sozialversicherung.
Das Patriarchat hat inzwischen grösste Mühe, aus eigener Kraft die für die Löhne benötigten finanziellen Mittel aufzubringen. Sie gelangen deshalb an uns mit der Bitte, ihnen bei der Sicherstellung der monatlichen Lohnzahlungen für die Angestellten zu helfen. Damit sie nicht noch mehr Lohnkürzungen oder gar Entlassungen vornehmen müssen.
Wir danken Ihnen ganz herzlich, auch im Namen all der im Patriarchat beschäftigten Frauen und Männer, für Ihre Unterstützung. Sie helfen so mit, dass Familien zusammenbleiben können und niemand den Weg ins ungewisse Exil wählen muss.
Spendenvermerk: Löhne für Angestellte