Im Rundbrief 1-2024 berichteten wir über die enorm schwierige Situation der im Südlibanon lebenden Menschen. Wie geht es all diesen Menschen, den Kindern, Jugendlichen, den Vätern und Müttern, den älteren Frauen und Männern?
Viele haben seither bei Verwandten oder Freunden in andern Landesteilen Unterschlupf gefunden. Doch das Heimweh nach dem Daheim, nach ihrem Feld, nach ihrem Leben ist allgegenwärtig. Für all jene, die trotz Unsicherheit und Bedrohung zuhause ausharren, ist das alltägliche Leben noch um einiges belastender. Die Seelsorger vor Ort sorgen sich um die Menschen und geben ihnen Halt und Unterstützung. Schon früh haben sie in ihren Pfarreien Komitees zusammengestellt, die Lebensmittel, Medikamente oder andere Produkte organisieren und an Bedürftige verteilen. Die Pfarreimitarbeitenden engagieren sich Tag für Tag für ihre Mitmenschen; obwohl sie selbst Hilfe brauchen.
Für Kinder und Jugendliche ist diese ganze Situation besonders bedrückend, denn viele Schulen in den gefährdeten Gebieten sind praktisch seit Schulstart geschlossen. Der Unterricht findet wo möglich online statt, was angesichts anhaltender Wirtschaftskrise und schlechter Energieversorgung eine wahre Herausforderung ist. Freiwillige aus den Pfarreien haben inzwischen für Kinder und Jugendliche religiöse und soziokulturelle Freizeitaktivitäten gestartet; sie sollen zumindest an drei Tagen in der Woche den Raketenbeschuss und die brennenden Felder vergessen und durchatmen können.
Die Kirchen stellen ein wachsendes Engagement der jungen Menschen fest. Es scheint, dass die andauernde schwierige Lebenssituation eine Rückkehr zu Kirche und Glauben bewirkt. Der Einsatz für die Bedürftigen, Leidenden, Einsamen, Vertriebenen und Suchenden gibt vielen Menschen Halt und Hoffnung.
Wir danken Ihnen für Ihr Mitwirken.
Spendenvermerk: Nothilfe für Bistum Tyr