Die beiden Fotos zeigen die Pfarrkirche Notre-Dame in Alma-Chaab im Südlibanon, einmal im 2021, einmal im Frühling 2025. Père Maroun Ghafari ist hier seit Ende der 1990er Jahre mit Leib und Seele Pfarrer.

Er schreibt: «Auch dieser letzte Krieg, der Alma-Chaab in eine verwüstete Stadt verwandelt hat, hat meine Motivation nicht brechen können. Er sorgt dafür, dass wir ohne Strom und Kommunikationsmittel auskommen müssen, was uns zu einer neuen Arbeitsweise zwingt. Ich selber pendle ständig, damit ich alle Aufgaben erledigen kann; jene als Schulleiter und all die sozialen Aktivitäten, die dank Ihrer Unterstützung weiterlaufen. Und ich versuche, die pastoralen und spirituellen Aufgaben nicht zu vernachlässigen, betrachte ich sie doch als eine Priorität in meinem priesterlichen Leben.

Unter den Gläubigen, die mich in der Woche nach Ostern besuchten, um ihre Glückwünsche zu überbringen, fragte mich jemand: «Wo ist Ihre Bibliothek, lieber Herr Pfarrer?» Sie können sich einen Priester ohne Bücher nicht vorstellen.
Da in diesem Krieg Tausende von Büchern zerstört worden sind, zeigte ich ihm die übriggebliebenen Gebetsbücher. Tatsächlich besitze ich derzeit nur noch Gebetsbücher, die Bibel, einen kleinen Drucker und einen Computer… So arbeite ich im Moment.
Ich schreibe Ihnen diese Details, um Ihnen unsere momentane Lebensrealität näher zu bringen und damit Sie Verständnis für unsere gelegentlichen Verzögerungen bei der Beantwortung Ihrer E-Mails haben. Zum Wohle der Pfarrei und zur Wiederaufnahme des pastoralen Lebens werde ich Ihnen bald einige Projektanfragen zusenden, die wir mit Ihrer materiellen und moralischen Unterstützung verwirklichen könnten.»
Wir sind überzeugt, dass auch Sie Père Maroun und seine Pfarrei nicht alleine lassen. Jede Unterstützung ist wichtig und willkommen. Ganz herzlichen Dank für Ihre solidarische Geste.
Spendenvermerk: Pfarrei in Alma-Chaab