Sozialarbeit dank Imkerei

Die Bienenhäuschen stehen im Garten von Pfarrer Vasyl Pastukh. Er lebt mit seiner jungen Familie seit vier Jahren im Dorf Snihurvka im ukrainischen Donetsk. Aber eigentlich stammt er aus der Westukraine. Und das erklärt, weshalb er ein leidenschaftlicher Imker ist. Denn in seiner Heimat sind das ganz viele, und er hat die Bienen quasi mitgebracht an seinen neuen Wirkungsort.

Das Dorf hat rund 300 Einwohnerinnen und Einwohner. Es gibt nur wenige jüngere Menschen hier, ein paar Kinder und Jugendliche und vor allem ältere Frauen und Männer. Viele der Dorfbewohner sind weggegangen, westwärts oder gleich nach Westeuropa. Hier gibt es kaum Arbeit und noch weniger Hoffnung, dafür viel Unsicherheit. Denn das Dorf liegt in der Krisenregion, in der Ostukraine.

Der Pfarrer hat eine Vision, die er auch seinem Bischof und dem Ökonomen des Bistums unterbreitet hat. Er möchte die Imkerei vergrössern und daraus ein soziales Projekt machen, eine Pfarrimkerei. Ziel ist, die Imkerei auszubauen, den Honig zu verkaufen und aus dem Gewinn die Sozialarbeit zu finanzieren. Mit der Erweiterung von 28 Bienenvölkern um zusätzliche 50 und Professionalisierung der Arbeitsabläufe können zwei Arbeitsplätze geschaffen werden. Ein Aspekt, der in dieser Region mit hoher Arbeitslosenrate nicht unwichtig ist.

Die beiden Herren konnte der Pfarrer nach anfänglicher Skepsis bereits überzeugen. Uns überzeugt noch ein anderer Aspekt. Bienen sind wichtig für das Ökosystem und helfen der Biodiversität.

Der Blüten- und Akazienhonig kann auf den regionalen Märkten und in den umliegenden

Pfarreien verkauft werden. Der Ertrag fliesst in die Sozialarbeit der Pfarrei, denn viele ältere Menschen im Dorf brauchen Unterstützung, auch finanzieller Art. In Snihurvka leben auch Binnenflüchtlinge aus dem Krisengebiet, die die Pfarrei ebenfalls unterstützt.

Wir fördern dieses innovative Projekt aus Überzeugung. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Spendenvermerk: Sozialarbeit dank Imkerei